Liebesbriefe, Stift und Papier
- 5. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Feb.

Ich denk an Liebesbriefe,
an Stift und Papier.
An Worte voller Gefühle,
gewoben aus Verbindungen meines Lebens
und unglaublich viel Gespür.
Ich denk an dein Gedankenmeer,
das sich nur mir erschließt,
und an den Wechsel deiner Stimme,
den ich durch unsere Nähe kenne.
An deinen Augenaufschlag
und wie du dich bewegst,
mir allein das schon verrät,
wie du die Situation erträgst
und am Tagesende neben mir
deine Rüstung ablegst.
Dein Schweigen summt all die Lieder,
die ich auswendig singe
und für dich zum Ausdruck bringe,
damit du ruhen kannst,
wenn ich die Worte für dich finde.
Ich denk an die Umarmung,
die mein Nervensystem reguliert
und mich für einen Moment
aus dem Alltag katapultiert,
mir all die Last abnimmt –
selbst nur für kurze Zeit.
Wenn ich könnte,
würde ich die Zeit anhalten,
nur für diese Leichtigkeit.
Und wenn ich meine Worte nicht finde,
denk ich an Liebesbriefe,
an Stift und Papier.
Ich denk an dich
und weiß:
Diese Version von mir
existiert nur neben dir.
Wenn du mich dann gerade rückst,
mein Chaos wieder in Formen drückst,
und ich ausdrücken muss,
bevor ich dich und mich
in meinem Gedankenmeer wieder verlier -
dann spür ich:
Es gäbe noch so viel herauszufinden –
aber vielleicht
ist das auch nur
eine Illusion von mir.




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